Coaches als VA-Kunden

Coaches als VA-Kunden: Eine interessante Zielgruppe für Virtuelle Assistenten

Wer sich als Virtuelle Assistenz selbstständig machen möchte, steht früher oder später vor einer entscheidenden Frage: Wo finde ich eigentlich meine ersten Kunden? Eine interessante Zielgruppe sind selbstständige Coaches. Businesscoaches, Ernährungscoaches, Karrierecoaches oder Life Coaches konzentrieren sich in erster Linie auf die Arbeit mit ihren Klienten – gleichzeitig fallen im Hintergrund zahlreiche administrative, organisatorische und digitale Aufgaben an.

Genau hier kann eine Virtuelle Assistenz unterstützen. Coaches als VA-Kunden sind deshalb besonders interessant, wenn deine eigenen Dienstleistungen zu den typischen Abläufen eines Coaching-Business passen.

Doch welche Coaches kommen überhaupt als potenzielle Kunden infrage? Welche Aufgaben können sie auslagern? Und wie kannst du herausfinden, ob diese Zielgruppe zu deinem Angebot als VA passt?

Warum Coaches interessante Kunden für Virtuelle Assistenten sein können

Viele Coaches arbeiten allein oder mit einem kleinen Team. Neben den eigentlichen Coaching-Sessions müssen Termine organisiert, E-Mails beantwortet, Rechnungen vorbereitet, Webseiten aktualisiert und Social-Media-Kanäle gepflegt werden.

Mit wachsendem Kundenstamm wächst auch der organisatorische Aufwand.

Gleichzeitig lohnt es sich für einen selbstständigen Coach nicht immer, sofort eine feste Mitarbeiterin oder einen festen Mitarbeiter einzustellen. Eine externe Virtuelle Assistenz kann einzelne Aufgaben oder wiederkehrende Tätigkeiten übernehmen und je nach Bedarf einige Stunden pro Woche oder Monat unterstützen.

Für eine VA ergibt sich daraus eine Zielgruppe mit einem wichtigen Merkmal: Es gibt zahlreiche Aufgaben, die sich vollständig digital erledigen lassen.

Welche Coaches kannst du als VA ansprechen?

Der Begriff Coach umfasst inzwischen eine Vielzahl unterschiedlicher Spezialisierungen. Deshalb lohnt es sich, bei der Kundensuche nicht ausschließlich nach dem allgemeinen Begriff „Coach“ zu suchen.

Mögliche Zielgruppen sind beispielsweise:

  • Businesscoaches
  • Ernährungscoaches
  • Karrierecoaches
  • Life Coaches
  • Fitnesscoaches
  • Gesundheitscoaches
  • Mindset Coaches
  • Gründungscoaches
  • Marketingcoaches
  • Vertriebscoaches
  • Leadership Coaches
  • Kommunikationscoaches
  • Elterncoaches
  • Beziehungscoaches
 

Du musst dich dabei nicht zwingend auf eine einzige Coaching-Nische spezialisieren. Gerade am Anfang kann es sinnvoll sein, zunächst herauszufinden, welche Aufgaben du besonders gut übernehmen kannst und welche Coaches genau dafür Unterstützung benötigen.

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Welche Aufgaben kann eine Virtuelle Assistenz für Coaches übernehmen?

Welche Dienstleistungen sinnvoll sind, hängt sowohl von deinen Fähigkeiten als auch vom Geschäftsmodell des Coaches ab.

Ein Coach, der hauptsächlich Einzelcoachings anbietet, benötigt möglicherweise Unterstützung bei Terminorganisation und Kundenkommunikation. Wer zusätzlich Onlinekurse, Workshops oder Webinare verkauft, hat dagegen ganz andere Anforderungen.

Termin- und Kalenderorganisation

Coaching lebt von Terminen. Erstgespräche, regelmäßige Sessions, Workshops und Gruppenprogramme müssen koordiniert werden.

Eine VA kann beispielsweise Termine verwalten, Kalender pflegen, Erinnerungen vorbereiten oder organisatorische Informationen an Teilnehmer versenden.

E-Mail- und Kundenkommunikation

Mit steigender Kundenzahl wächst häufig auch das E-Mail-Aufkommen.

Allgemeine Anfragen beantworten, Informationen verschicken, Unterlagen bereitstellen oder Nachrichten vorsortieren sind Tätigkeiten, die sich gut vorbereiten und teilweise auslagern lassen.

Recherche

Coaches benötigen immer wieder Informationen für neue Inhalte, Workshops, Präsentationen oder Angebote.

Eine Virtuelle Assistenz kann geeignete Quellen recherchieren, Informationen strukturieren, Wettbewerber analysieren oder Daten für neue Projekte zusammentragen.

Webseitenbetreuung

Eine Website ist für viele Coaches ein wichtiger Bestandteil der Kundengewinnung.

Neue Angebote müssen eingepflegt, Termine aktualisiert, Blogartikel veröffentlicht oder bestehende Seiten überarbeitet werden. Wer Erfahrung mit WordPress oder anderen Content-Management-Systemen besitzt, kann deshalb auch die redaktionelle Webseitenbetreuung als VA-Dienstleistung anbieten.

Content und Copywriting

Viele Coaches gewinnen neue Interessenten über Inhalte.

Dazu gehören Blogartikel, Newsletter, Social-Media-Beiträge, Landingpages oder Beschreibungen neuer Coaching-Angebote.

Eine VA mit Erfahrung in Copywriting und Content-Erstellung kann Texte vorbereiten, bestehende Inhalte überarbeiten oder aus einem längeren Beitrag mehrere kleinere Content-Formate entwickeln.

Social Media und Pinterest

Nicht jeder Coach möchte jeden Tag selbst Beiträge erstellen, Grafiken gestalten und Veröffentlichungen planen.

Virtuelle Assistenten können bei der Contentplanung, Erstellung von Grafiken, Vorbereitung von Beschreibungen oder Pflege verschiedener Plattformen unterstützen.

Auch Pinterest kann interessant werden, wenn der Coach über eine Website mit hilfreichen Inhalten, Blogartikeln oder Angeboten verfügt.

Administrative Unterstützung

Je nach Angebot können außerdem klassische Backoffice-Aufgaben anfallen: Dokumentenorganisation, Datenpflege, Vorbereitung von Rechnungsinformationen, Pflege von Kundendaten oder Erstellung einfacher Auswertungen.

Gerade hier können VAs punkten, die neben Marketing und Content auch kaufmännische Erfahrung mitbringen.

Welcher Coach passt zu deinen VA-Dienstleistungen?

Statt möglichst viele Coaches gleichzeitig anzuschreiben, lohnt sich zunächst ein Blick auf dein eigenes Angebot.

Wenn du gerne Texte schreibst, könnten Coaches mit einem aktiven Blog, Newsletter oder umfangreichem Social-Media-Auftritt interessant sein.

Bist du besonders organisiert, passen möglicherweise Coaches mit vielen Einzelterminen, Workshops oder Gruppenprogrammen besser.

Hast du Erfahrung mit WordPress, SEO oder Pinterest, kannst du gezielt nach Coaching-Unternehmen suchen, die bereits Content produzieren, dessen Potenzial aber noch nicht vollständig nutzen.

Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht nur:

„Wer könnte eine VA brauchen?“

Sondern:

„Welches konkrete Problem dieses Coaches kann ich mit meinen Fähigkeiten lösen?“

Diese Perspektive macht die Kundensuche wesentlich gezielter.

Wie findest du Coaches als potenzielle VA-Kunden?

Für die Recherche musst du nicht sofort kostenpflichtige Lead-Datenbanken verwenden.

Eine einfache Google-Suche kann bereits zahlreiche selbstständige Coaches in unterschiedlichen Nischen liefern. Auch LinkedIn, Instagram und andere Business-Netzwerke eignen sich, um potenzielle Kunden und deren Angebote kennenzulernen.

Pinterest kann ebenfalls als Recherchequelle dienen. Coaches, die dort bereits Content veröffentlichen, zeigen damit gleichzeitig, dass Content Marketing für ihr Geschäftsmodell relevant ist.

Bevor du Kontakt aufnimmst, solltest du dir jedoch das Unternehmen ansehen.

Welche Leistungen bietet der Coach an? Gibt es einen Blog? Werden regelmäßig Newsletter verschickt? Gibt es Onlinekurse oder Veranstaltungen? Wie aktuell ist die Website? Welche Aufgaben könnten im Hintergrund entstehen?

Dadurch wird aus einer anonymen Kaltakquise eine wesentlich konkretere Ansprache.

Coaches richtig ansprechen: Nicht die VA verkaufen, sondern die Lösung

Ein häufiger Fehler bei der Kundengewinnung ist eine Nachricht nach dem Muster:

„Hallo, ich bin Virtuelle Assistentin und biete Social Media, Recherche, Administration, Texte, Webseitenpflege und vieles mehr an.“

Damit erfährt der Empfänger zwar, was du machst – aber noch nicht, warum das für ihn relevant sein könnte.

Eine gezieltere Ansprache stellt deshalb das Problem des potenziellen Kunden in den Mittelpunkt.

Wenn beispielsweise ein Coach regelmäßig hervorragende Blogartikel veröffentlicht, aber seit Monaten keine neuen Pinterest-Inhalte erstellt hat, könnte genau dort ein Ansatzpunkt liegen.

Oder seine Website enthält mehrere veraltete Workshop-Termine. Vielleicht könnte eine regelmäßige Webseitenpflege helfen.

Je genauer du erkennst, wo du tatsächlich Arbeit abnehmen kannst, desto weniger musst du dein gesamtes Leistungsportfolio verkaufen.

Muss ich mich als VA auf Coaches spezialisieren?

Nein.

Eine Spezialisierung kann die Positionierung erleichtern, ist aber gerade am Anfang nicht zwingend erforderlich.

Du kannst Coaches als eine von mehreren möglichen Kundengruppen testen und beobachten, welche Anfragen entstehen und welche Zusammenarbeit dir liegt.

Vielleicht stellst du später fest, dass du besonders gerne mit Businesscoaches arbeitest. Vielleicht entwickelt sich daraus eine Spezialisierung. Vielleicht merkst du aber auch, dass Onlineshops, Agenturen oder lokale Unternehmen besser zu deinen Fähigkeiten passen.

Auch das ist eine wertvolle Erkenntnis.

Fazit: Coaches als VA-Kunden gezielt auswählen

Coaches können für Virtuelle Assistenten eine interessante Kundengruppe sein, weil in vielen Coaching-Unternehmen zahlreiche digitale und organisatorische Aufgaben entstehen.

Entscheidend ist jedoch nicht allein die Branche.

Eine erfolgreiche Zusammenarbeit entsteht dort, wo die Anforderungen des Kunden und die Fähigkeiten der VA zusammenpassen.

Statt wahllos hunderte Coaches anzuschreiben, lohnt es sich deshalb, einzelne potenzielle Kunden genauer anzusehen: Was bietet dieser Coach an? Wo entsteht Arbeit? Und welche dieser Aufgaben kann ich zuverlässig übernehmen?

Genau daraus kann eine überzeugende Dienstleistung entstehen – und vielleicht auch der erste langfristige VA-Kunde.

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