Wer im Internet gefunden werden möchte, denkt meist zuerst an Google. Über viele Jahre war die Rechnung vergleichsweise einfach: Eine gute Website, suchmaschinenoptimierte Inhalte und gegebenenfalls Google Ads sollten dafür sorgen, dass potenzielle Kunden auf das eigene Angebot aufmerksam werden.
Doch die digitale Suche verändert sich. Suchergebnisse werden umfangreicher, KI-generierte Antworten beantworten immer mehr Fragen direkt auf der Ergebnisseite und um begehrte Suchbegriffe konkurrieren zahlreiche Unternehmen. Gleichzeitig können bezahlte Anzeigen dauerhaft einen erheblichen Teil des Marketingbudgets beanspruchen.
Für Unternehmen stellt sich deshalb zunehmend eine andere Frage
Genau hier kann Pinterest Marketing für Unternehmen eine interessante Ergänzung der bisherigen Trafficstrategie sein. Denn Pinterest ist weit mehr als eine Plattform für Rezepte, Einrichtungsideen oder Hochzeitsinspiration. Richtig eingesetzt funktioniert Pinterest wie eine visuelle Suchmaschine, über die Unternehmen potenzielle Kunden bereits während ihrer Recherche und Entscheidungsfindung erreichen können.
Google und Pinterest werden häufig miteinander verglichen. Tatsächlich erfüllen beide Plattformen teilweise unterschiedliche Aufgaben.
Wer Google nutzt, hat oftmals bereits eine relativ konkrete Frage oder ein konkretes Problem.
Pinterest setzt vielfach früher an.
Hier suchen Menschen nach Ideen, Inspirationen, Lösungen und Möglichkeiten. Statt bereits ein bestimmtes Produkt oder einen Anbieter zu suchen, beschäftigen sie sich beispielsweise mit:
Das ist ein wichtiger Unterschied.
Google hilft häufig dabei, eine bereits vorhandene Nachfrage zu bedienen. Pinterest kann Unternehmen dabei helfen, schon während der Entstehung dieser Nachfrage sichtbar zu werden.
Für Unternehmen eröffnet sich damit ein zusätzlicher Kontaktpunkt mit potenziellen Kunden.
Pinterest wird häufig in einem Atemzug mit Instagram, Facebook oder TikTok genannt. Das kann jedoch zu einem falschen Verständnis der Plattform führen.
Während klassische soziale Netzwerke stark von aktuellen Feeds, Interaktionen und neuen Veröffentlichungen leben, basiert Pinterest wesentlich stärker auf Suche, Empfehlungen und thematischer Zuordnung.
Nutzer folgen dort nicht ausschließlich Personen oder Unternehmen. Sie suchen nach konkreten Themen, entdecken passende Inhalte und speichern interessante Ideen für später.
Genau deshalb können Pinterest-Inhalte eine andere Lebensdauer entwickeln als klassische Social-Media-Posts.
Ein Instagram- oder Facebook-Beitrag erzielt einen großen Teil seiner Reichweite häufig kurz nach der Veröffentlichung. Danach verliert er meist schnell an Sichtbarkeit.
Ein Pinterest-Pin kann dagegen auch später noch über Suchanfragen, thematisch passende Boards und Empfehlungen gefunden werden.
Für Unternehmen ist genau das interessant:
Ein einmal erstellter Inhalt kann über einen längeren Zeitraum immer wieder neue Besucher erreichen.
Die wichtigste Aufgabe eines Unternehmensprofils auf Pinterest besteht nicht unbedingt darin, möglichst viele Follower zu sammeln.
Das eigentliche Ziel kann ein anderes sein:
qualifizierte Besucher auf die eigene Website zu führen.
Ein Pin kann beispielsweise auf einen Blogartikel, einen Ratgeber, eine Produktseite, eine Dienstleistungsseite oder eine passende Landingpage verweisen.
Damit entsteht ein zusätzlicher Weg:
Pinterest → relevanter Inhalt → eigene Website → Anfrage oder Kauf
Der besondere Vorteil liegt darin, dass vorhandene Inhalte mehrfach genutzt werden können.
Ein ausführlicher Ratgeber auf der Unternehmenswebsite muss beispielsweise nicht nur über einen einzigen Pin beworben werden. Aus demselben Inhalt lassen sich verschiedene Pins entwickeln, die unterschiedliche Fragestellungen und Suchintentionen aufgreifen.
Aus einem Artikel mit dem Titel „Was kann eine Virtuelle Assistenz übernehmen?“ könnten beispielsweise Pins entstehen wie:
Alle Pins können zum gleichen Inhalt führen.
Sie sprechen jedoch Menschen mit unterschiedlichen Problemen und Suchintentionen an.
Genau hier liegt der Unterschied zwischen gelegentlichem Posten und strategischem Pinterest Marketing.
Ein hübsches Bild hochzuladen, einen Link einzufügen und anschließend auf Besucher zu hoffen, ist noch keine Pinterest-Strategie.
Eine strategische Platzierung beginnt deutlich früher.
Am Anfang steht die Frage:
Wonach sucht die Zielgruppe?
Erst danach werden geeignete Inhalte, Keywords und Pins entwickelt.
Eine mögliche Struktur sieht beispielsweise so aus:
Suchintention → Keyword → Website-Inhalt → Pin → thematisch passendes Board → Website → Auswertung
Dabei spielen verschiedene Faktoren zusammen.
Ein Unternehmen muss nicht ausschließlich für seinen Produkt- oder Firmennamen sichtbar werden.
Oftmals sind die Probleme und Wünsche potenzieller Kunden wesentlich interessanter.
Ein Anbieter von virtueller Assistenz könnte beispielsweise nicht nur Inhalte zum Begriff „Virtuelle Assististenz“ erstellen, sondern auch Themen wie Zeitmanagement, Administration auslagern, Backoffice organisieren oder Unterstützung für Selbstständige behandeln.
Damit kann das Unternehmen Menschen erreichen, bevor diese möglicherweise überhaupt wissen, dass eine virtuelle Assistenz eine Lösung für ihr Problem sein könnte.
Ein Website-Inhalt kann mehrere Fragen beantworten.
Deshalb muss auch nicht jeder Artikel auf Pinterest nur einmal veröffentlicht werden.
Unterschiedliche Headlines, Bilder und Schwerpunkte ermöglichen es, verschiedene Aspekte desselben Inhalts hervorzuheben.
So entsteht aus einem einzelnen guten Websiteartikel eine ganze Reihe möglicher Einstiegspunkte.
Auch die Platzierung eines Pins ist relevant.
Boards helfen dabei, Inhalte thematisch zu strukturieren. Eine klare Struktur unterstützt Nutzer dabei, weitere passende Inhalte zu entdecken und liefert Pinterest zusätzliche Informationen darüber, welchem Themenbereich ein Pin zugeordnet werden kann.
Pinterest Marketing für Unternehmen besteht deshalb nicht aus einzelnen isolierten Bildern. Idealerweise entsteht nach und nach ein thematisches Netzwerk aus Pins, Boards und Website-Inhalten.
Für Unternehmen mit einer bestehenden Website bietet Pinterest einen weiteren Vorteil: Nicht jeder Inhalt muss neu produziert werden.
Oft existiert bereits wertvolles Material.
Dazu gehören beispielsweise:
Diese Inhalte können für Pinterest neu aufbereitet werden.
Aus einem umfangreichen Ratgeber können mehrere Pins entstehen. Ein saisonaler Artikel kann rechtzeitig vor Beginn der jeweiligen Saison erneut aufgegriffen werden. Eine Dienstleistung kann über unterschiedliche Probleme und Anwendungsfälle vorgestellt werden.
Pinterest wird damit zu einem Distributionskanal für bereits vorhandenen Content.
Gerade für Unternehmen, die bereits viel Zeit und Geld in ihre Website investiert haben, kann das interessant sein. Gute Inhalte erhalten einen zusätzlichen Weg, über den sie gefunden werden können.
Onlinewerbung hat einen großen Vorteil: Sie kann sehr gezielt und vergleichsweise schnell Reichweite erzeugen.
Sie besitzt jedoch auch einen offensichtlichen Nachteil:
Solange Reichweite eingekauft werden soll, muss Werbebudget bereitstehen.
Organische Inhalte funktionieren anders.
Auch ihre Erstellung kostet Zeit oder Geld. Ein strategisch aufgebauter Pinterest-Auftritt kann jedoch ein wachsendes Portfolio an Inhalten schaffen, die auch nach ihrer Veröffentlichung weiterhin gefunden werden können.
Das bedeutet nicht, dass Pinterest kostenlos ist oder bezahlte Werbung grundsätzlich ersetzen kann.
Es bedeutet vielmehr, dass Unternehmen neben kurzfristig eingekaufter Reichweite gleichzeitig an einem organischen Traffic-Kanal arbeiten können.
Gerade diese Kombination kann interessant sein:
Paid Traffic sorgt für unmittelbare Sichtbarkeit. Organischer Content baut langfristig zusätzliche Zugangswege zum Unternehmen auf.
Für Pinterest Marketing für Unternehmen ist deshalb nicht nur entscheidend, wie viele Impressionen ein einzelner Pin innerhalb weniger Tage erzielt. Interessanter ist, wie sich die Gesamtheit der veröffentlichten Inhalte über einen längeren Zeitraum entwickelt und wie viele relevante Besucher daraus tatsächlich auf die Unternehmenswebsite gelangen.
Besonders bekannt ist Pinterest für visuelle Themen.
Auch Business-Themen können sich für Pinterest eignen – insbesondere dann, wenn Menschen zunächst recherchieren, planen oder sich inspirieren lassen.
Besonders interessant sind Themen rund um:
Entscheidend ist deshalb weniger die Frage, ob ein Unternehmen einer vermeintlich „typischen Pinterest-Branche“ angehört.
Wenn die Antwort darauf Ja lautet, lohnt es sich zumindest zu prüfen, ob Pinterest Bestandteil der eigenen Contentstrategie sein kann.
Wenn die Antwort darauf Ja lautet, lohnt es sich zumindest zu prüfen, ob Pinterest Bestandteil der eigenen Contentstrategie sein kann bzw. sollte.
Bei allen Vorteilen sollte Pinterest nicht als schneller Ersatz für bezahlte Werbung verstanden werden.
Organische Sichtbarkeit muss aufgebaut werden.
Pinterest benötigt Zeit, um Inhalte einzuordnen, Nutzerreaktionen auszuwerten und Pins geeigneten Suchanfragen und Interessengruppen zuzuordnen.
Deshalb ist Pinterest Marketing eher ein langfristiger Prozess als eine kurzfristige Kampagne.
Genau darin liegt aber auch seine Stärke.
Mit jedem sinnvoll erstellten Pin wächst der Bestand an Inhalten, über den potenzielle Besucher auf ein Unternehmen aufmerksam werden können.
Aus zehn Pins können zwanzig werden, später fünfzig oder hundert.
Nicht jeder Pin wird erfolgreich sein.
Einige werden kaum Reichweite erzielen. Andere können sich dagegen zu langfristigen Trafficquellen entwickeln.
Die Aufgabe einer Pinterest-Strategie besteht deshalb auch darin, Daten auszuwerten und herauszufinden:
Welche Themen, Keywords, Formate und Suchintentionen funktionieren für die jeweilige Zielgruppe?
Erfolgreiche Ansätze können anschließend gezielt weiterentwickelt werden.
Die Frage „Pinterest oder Google?“ greift deshalb eigentlich zu kurz.
Beide Plattformen können unterschiedliche Aufgaben innerhalb einer Marketingstrategie übernehmen.
Google kann Menschen erreichen, die bereits aktiv nach einer konkreten Lösung suchen.
Pinterest kann potenzielle Kunden früher erreichen – während sie Ideen sammeln, Möglichkeiten vergleichen und Entscheidungen vorbereiten.
Die eigene Website übernimmt anschließend die Aufgabe, aus diesem Interesse Vertrauen, Anfragen oder Verkäufe entstehen zu lassen.
Unternehmen müssen sich deshalb nicht zwangsläufig für einen Kanal entscheiden.
Je weniger die eigene Sichtbarkeit von einer einzigen Plattform abhängig ist, desto robuster kann die gesamte Trafficstrategie werden.
Pinterest entfaltet sein Potenzial vor allem dann, wenn nicht einzelne Pins isoliert betrachtet werden.
Website-Inhalte, Keywords, Pins und Boards sollten zusammenspielen.
Aus einem guten Artikel können mehrere Pins entstehen. Aus mehreren thematisch verwandten Artikeln entsteht ein Content-Cluster. Aus den passenden Boards entsteht eine klare thematische Struktur.
Nach und nach entwickelt sich daraus ein System:
Content erstellen → für Pinterest aufbereiten → strategisch platzieren → Traffic messen → erfolgreiche Themen erkennen → weiter ausbauen
Damit wird Pinterest von einem weiteren Social-Media-Kanal zu einem Bestandteil der langfristigen Content- und Trafficstrategie.
Und genau darin liegt die interessante Alternative zum reinen „mehr Google Spend“:
Nicht jeden zusätzlichen Besucher einzeln einkaufen – sondern parallel digitale Zugangswege aufbauen, über die Interessenten das Unternehmen immer wieder neu entdecken können.
Sie möchten herausfinden, ob Pinterest auch für Ihr Unternehmen ein sinnvoller zusätzlicher Traffic-Kanal sein könnte?
Supportly unterstützt Unternehmen dabei, vorhandene Inhalte für Pinterest nutzbar zu machen, geeignete Themen und Suchintentionen zu identifizieren sowie Pins strukturiert zu erstellen und strategisch zu platzieren.
So wird aus einzelnen Pins Schritt für Schritt ein zusätzlicher Weg zu Ihrer Website.
Jetzt unverbindlich beraten lassen: Sie möchten wissen, wie eine Virtuelle Assistenz Sie bei diesen Aufgaben unterstützen kann? Schreiben Sie einfach eine E-Mail an karinvirtualassistance@gmail.com und lassen Sie uns gemeinsam herausfinden, welche Unterstützung zu Ihrem Unternehmen passt.
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